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Zwischen Hoffnung und Fiebertraum – Yatwa veröffentlichen ihr zweites Album

  • tobiasnatter1
  • 10. Mai 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Yatwa bringen mit »Parallel Lines II« ihr zweites Album an den Start und vertonen die zerbrechlichen Seelengegenden des Menschseins.


Zwischen Garage-Rock und New Wave tönt Yatwas zweites Album »Parallel Lines II«. Eine meist introvertiert wirkende Innenschau in die zerbrechlichen Seelengegenden des Menschseins und in dessen Kapriolen. Musikalische Renaissance findet keine statt. Die Kombo, die sich mit ihren elektrisierenden Konzerten einen Namen in der Wiener Szene erspielte, zitiert aus dem Weißbuch des Indierock und scheut den musikalischen Vergleich mit den Genregrößen oft zu Recht nicht. Wer da und dort einen Widerhall von The Strokes vernimmt, hat sich nicht verhört. Primäre Inspirationsquelle ist aber das Leben des jungen Erwachsenen. »Welcome to adulthood«, heißt es da mit einer fast als pragmatisch zu bezeichnenden Mischung aus Optimismus und Fatalismus. Der Realist erkennt die Wahrscheinlichkeiten und begegnet ihnen am besten mit Humor, wie etwa auf der erbaulichen Single »Marvin Morser« zu hören. Dort wird ein fiktiver Retter in der existenziellen Not besungen. Dabei darf dann auch eine Trompete dem Unglück seinen Marsch blasen.


Licht und Schatten

Die Widersprüchlichkeit des Lebens also. Hoffnung und »Fiebertraum« geben sich die Klinke in die Hand. Das Klangfarbenspektrum bewegt sich demnach zwischen grauen Schatten und lichten Momenten. Bei »Good at Dying«, dem ersten Song des Albums, verschränken sich laid-back Beats mit eben diesen schattigen sowie lichten Tönen. In »Fraud« findet der Weltschmerz seine tonale und textliche Manifestation. »A basement’s no place for a bird«, wird da gesungen. Traurig-schön klingt die instrumentale Unterlegung dieser Indie-Elegien. Minimalistisches Schlagzeug, sanfte Gitarren, im Keller des Songgebäudes wummern angenehm rhythmische Basslines. »Easier« dreht dann das Licht auf und versprüht tanzbare Hoffnung. Die Gitarren sind upbeat und frech, künden von melodiöser Zuversicht, auch wenn das Leben von hier an nicht unbedingt easier werden wird. Denn so ist es nun mal, das Leben. Hell und dunkel. Ganz wie »Parallel Lines II«.





 
 
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